Trümmer melden sich mit ihrem dritten Studioalbum „Früher war gestern“ zurück

TruemmerSo muss man nach ein paar Jahren Bandpause zurückkommen. Genau so. Wer sich um Trümmer sorgte, weil „Interzone“ ja nun auch schon fünf Jahre zurückliegt und alle Bandmitglieder anderweit gut zu tun hatten, spürt schon bei den ersten Tönen: Der Band geht’s gut. Sie hat Bock. Und sie hat was zu sagen. Der Sound ist typisch Trümmer – die Sturm-und-Drang-Anfangsphase, nur tighter. Die Musik, die ihnen gefällt und die sie selbst sehr passend als Referenz heranziehen, wäre: Fontaines D.C., das letzte Strokes-Album, The Yeah Yeah Yeahs, der frühe Punk der 70er – eher die New York-Fraktion. Was dabei auffällt? Klar, keine deutschen Referenzen. Mit einer Stimmung zwischen Wut und Aufbruch, mit bissiger Resignation zwischen den Zeilen: Was trostlos klingt, wird musikalisch und lyrisch im Verlauf der Songs gedreht, um den Grimm in so eine Art positive Wut zu verwandeln. Dieser Spirit zeichnet das gesamte Album aus. „Wir hatten noch nie so viel Spaß als Band bei Aufnahmen wie jetzt. Was auch daran liegt, dass wir in den letzten Jahren alle unsere eigenen Dinge gemacht haben und uns eigene Strukturen neben der Band aufgebaut haben.“

Das kann man wohl sagen: Sänger und Gitarrist Paul Pötsch war produktiver Teil von Ilgen-Nurs Band, machte Theatermusik und arbeitete als Schauspieler. Bassist Tammo Kasper baute sein Label weiter aus. Drummer Maximilian Fenski arbeitet inzwischen als Arzt in einem Berliner Krankenhaus. Helge Hasselberg ist Teil des musikalischen Duos Heartbeast und hat in den letzten Jahren unter anderem Alben der Leoniden, Trixsi und Lafote produziert. Man kann also sagen, dass Teile von Trümmer in den letzten Jahren in anderen Rollen dafür gesorgt haben, die Euphorie zurück in die heimische Indie-Szene zu bringen. Schön, dass sie jetzt wieder als Band mitmischen. [ Foto © Tim Erdmann ]

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Das Album TrümmerFrüher War Gestern“ (PIAS Germany) erscheint am 17.09.2021.

Die beste deutsche Rapperin bringt echten Hip Hop zurück

Die PDie authentische Bonner Rapperin Die P veröffentlicht ihr Debütalbum „3,14“ auf dem Female Rap-Label 365XX und beweist darauf deutlich, dass sie sich in Sachen Skills und Flow vor den großen Namen im Rap Game nicht verstecken muss. In einer Zeit, in der Hip Hop immer mehr zu Mainstream-Pop wird, bleibt Die P die lang ersehnte Hoffnung aller Boombap- und Realkeeper-Fans und dürfte damit 2Pac & Biggie Anhänger*innen genauso abholen, wie beispielsweise die des Frankfurter Straßenrap-Duos Celo & Abdi. Auf Albumlänge beweist Die P nicht nur eine scharfe Beobachtungsgabe ihrer Umgebung, sondern auch, dass kaum jemand in Deutschland Hip Hop so inhaliert hat wie diese Musikerin.
Spätestens mit der 2017er EP „Bonnität“ etablierte sie sich als absoluter Geheimtipp mit einer pointierten Mischung aus authentischer Kredibilität, Selbstreflektion und szenekritischen Punchlines. Vor allem live hat die MC sich mittlerweile ihren Status als einer der besten Rap-Acts des Landes erkämpft.

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Das Album Die P3, 14“ (PIAS Germany / 365XX) erscheint am 19.03.2021.

Turbostaat melden sich mit ihrem siebten Studioalbum zurück

Turbostaat„Uthlande“ ist ein alter Begriff für die Inseln, Halligen und Marschen vor dem nordfriesischen Festland. Turbostaat sind ein Role Model für eine ganze Generation von deutsch-sprachigen Post-Punk-Bands. Wer die Entwicklung der Band in den letzten 21 Jahren verfolgt hat, wird sagen, dass sie sich gleich im Beginn einen sehr soliden eigenen musikalischen Rahmen und Stil aufgebaut hat, der über die einzelnen Platten hinweg immer wieder etwas justiert und gut dosiert weiterentwickelt wurde. Dieses spiegelt sich auch auf „Uthlande“ wider. Es geht um um die Landschaft des Nordens, aber auch um die Region für die Orte, an denen sich das soziale Wetter zusammenbraut. Und so hört sich „Uthlande“ an. Nach einer Insel, die verteidigt wird. Nach einer ganzen Inselgruppe. Aufgenommen wurde „Uthlande“ wie auch schon „Abalonia“ vom Turbostaat-Stammproduzent Moses Schneider im Berliner Hansa Studio. Pult-Legende Peter Schmidt mit Alex Sitnikov mischten. [ Foto © Andreas Hornoff ]

turbostaat.de

Das Album TurbostaatUthlande“ (PIAS Germany) erscheint am 17.01.2020.